Mittwoch, 21. März 2012

Roxette rocks ... leider nur so mittelmäßig

Letzte Woche gab es mal ein kulturelles Ereignis zu bestaunen:
Zum erst zweiten Mal überhaupt und zum ersten Mal in diesem Jahrtausend trat Roxette in China auf.

Die Shanghai-Premiere hat sich kaum einer nehmen lassen, der nicht zu den vielen bekannten Songs eingeschult worden ist.
Also ging es zur Shanghai Grand Stage.
Als Uhrzeit stand auf den Tickets 20 Uhr. Da der Freund mit Auto leider verspätet aus dem Büro losgekommen ist, sein Fahrer den ganzen Tag nicht daran gedacht hatte, den Tank wieder aufzufüllen und sich den Weg zur Grand Stage einzuprägen, haben wir die Halle zwar um 20 Uhr schon gesehen, um 20:05 Uhr waren wir aber wieder weit davon weg. Um 20:10 Uhr waren wir dann aber doch da.
Kein Problem, dachten wir, kann man noch was essen, trinken, der Vorband zuhören und dann entspannt das Konzert anschauen.
So lief es aber nicht.
Es gab weder etwas zu essen, zu trinken noch eine Vorband.
Genau genommen lief das Konzert schon, als wir reingekommen sind, weil es tatsächlich um Punkt 20 Uhr anfing.
Das haben wir aber erst gemerkt, als wir auf unseren Plätzen waren, weil die Soundanlage so schwach war, dass man denken musste, es wird gerade nur Hintergrund-Dudelmusik gespielt.
Es wurde im Laufe des Konzerts zwar etwas besser, aber über eine Generalüberholung der Boxen sollte trotzdem mal nachgedacht werden.

Sowohl die Performance von Roxette als auch des Publikums wurde nach den ersten Liedern aber deutlich besser. Ich war teilweise sogar erstaunt, wieviel Stimmung bei dem überwiegend doch chinesischen Publikum in einer Halle mit ausschliesslich Sitzplaetzen aufgekommen ist.
Mit welcher Inbrunst, Text- und Tonsicherheit tausende vermutlich semi-professionale Karaokesänger im Publikum die bekanntesten Lieder schmettern konnten, hat mich doch überrascht.
Klar, die meisten Lieder kennt man, aber den Text so genau mitsingen zu können, das kann man nicht einfach so!

Insgesamt also ein netter Abend - mehr aber auch nicht.
Dafür hat v.a. dem weiblichen Part von Roxette doch die Jahre zu sehr angemerkt, die seit Ihrem Hoch im letzten Millennium vergangen sind - alles wirkte bei ihr super angestrengt, unentspannt, überkonzentriert und nicht besonders sicher. Körperlich schien sie auch nicht komplett auf der Höhe zu sein - so dass wir uns hinterher gefragt haben, ob sie sich das tatsächlich noch weiter lange antun sollte...

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