Mittwoch, 19. Oktober 2011

SMOG

Viele Geschichten kursieren in deutschen Medien über die bösen Umweltsünden in China. Auch wenn ich (noch) nicht alles beurteilen kann und vermutlich auch mal übertrieben wird, um eine auflagenkräftige Schlagzeile zu produzieren - eines kann ich schon einmal bestätigen: Ja, es gibt extrem viel SMOG!!!

An den ersten Tagen habe ich mich noch gefragt, ist das jetzt Nebel? Etwas feucht ist die Luft hier zweifellos. Aber wenn man im Verlaufe eines Tages merkt, dass der scheinbare Nebel dichter wird, statt sich aufzulösen, muss man sich dann doch irgendwann der Realität stellen.

Und die sieht so aus: Von meinem Balkon aus kann man theoretisch wunderbar die beiden größten Gebäude Shanghais - jeweils über 400 Meter hoch - sehen. Praktisch ist mir das aber erst vielleicht an zwei oder drei Tagen vergönnt gewesen. Sonst ist maximal schemenhaft zumindest das eine der beiden Gebäude am charakteristischen "Flaschenöffner"-Kopf zu erahnen. Die Gebäude sind Luftlinie ungefähr 5 km entfernt.
Ich weiß nicht, wie weit man in einer anderen Großstadt der Welt - ganz zu schweigen von Deutschland - normalerweise schauen kann. Ich bilde mir aber ein, dass da bestimmt mehr gehen würde.

Gleichzeitig habe ich jetzt ab und zu mal auf einen Luftgüteindex geschaut, um mich zu beruhigen. Das werde ich aber wohl schnell wieder sein lassen, denn ein paar Mal habe ich schon Werte gesehen, die den Status "gesundheitsgefährdend für Risikogruppen" erreicht haben. Ich hoffe, dass ich keiner Risikogruppe angehöre und ich möchte auch nicht in eine Risikogruppe "hineinwachsen". Beeinflussen kann ich es aber nicht (oder sollte ich an besonders "gefährlichen" Tagen so eine Michael-Jackson-Atemmaske tragen?).

Nein, ich werde es auch so überleben.

Wer trotzdem mit mir mitleiden möchte gibt es den Luftgüteindex hier zu sehen: http://www.schanghai.com/?p=wetter#aqi
Ich halte mich vor allem in den Bezirken Jing'an (Wohnung) und Changning (Büro) auf.

Zum Abschluss noch ein Bild der beiden Wolkenkratzer an einem der schönen Tage - wenn es doch nur immer so wäre:

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